„Chemisch gesehen ist Schokolade tatsächlich das vollkommenste Nahrungsmittel der Welt“
(Michael Levine, amerikanischer Ernährungsforscher)

Seine Zeit mit guter Schokolade zu verbringen heißt, zumindest für mich, GENUSS.
Doch ist es nicht die Menge der Schokolade, sondern das qualitativ Hochwertige an einer Schokolade, was mich mittlerweile zum „Schmelzen“ bringt. Das war nicht immer so:
In meiner Kindheit gab es ein Stück Schokolade meist nur als Belohnung, als Mitbringsel oder als Trostpflaster.
Die Sorten dabei waren auf hell, Vollmilch und Zartbitter beschränkt –  gefüllt wurde (soweit ich mich erinnere) eine Weinbrandbohne und die Ostereier, dazu existierte noch Marzipan und Nougat!
Und eines Tages lernte ich etwas Besonderes kennen: eine Confiserie!
Im Alter von jungen 10 Jahren ging ich mit meiner Oma einkaufen und stand davor… noch heute erinnere ich mich an den Duft und die wunderschönen Gläser mit verschiedenen süßen Köstlichkeiten. Es war wie im Schlaraffenland.
Danach begann meine wirkliche Leidenschaft für Schokolade.!
Im Zuge der Zeit wandelte sich die Begeisterung von Quantität zur Qualität:
Lieber etwas weniger – dafür gut, so richtig gut! Und genau dies suche ich seit ein paar Jahren mit der Unterstützung von Globetrottern, reisenden Freunden und Kollegen, die gerne ihr Wissen teilen, zu transportieren:
Etwas weniger, denn Schokolade ist ein Genussmittel. Edle Qualität, denn diese hat Tiefgang und erfüllt unser Bedürfnis nach ehrlichem Genuss.

Der Stoff aus dem die Schokoträume sind:
Den hochwertigen Rohstoff liefert der Bauer, der edlen Kakao anpflanzt!
Der Kakaobauer behandelt seine Bäume wie der Winzer seine Reben!

Er, der Kakaobauer, vermittelt sein vielfältiges Wissen, oft über Generationen, durch Erfahrung weiter. Zunehmend arbeiten nun auch Chocolatiers und Kakaopflanzer direkt zusammen – mit Hilfe neuester Erkenntnisse der Technik und Forschung.
Das Zusammenspiel ist die Grundlage einer wunderbaren Rohware und gleichzeitig eine Möglichkeit der Aufforstung der Regenwälder!

Der Chocolatier setzt neue Geschmacksrichtungen und verbindet dabei die Kakaobohnen mit verschiedenen Zutaten und Aromen zu einem besonderen Genusserlebnis. Der Trend geht momentan zu Schokoladentafeln aus einzelnen Gebieten und bestimmten Kakaoplantagen, die vom Endverbraucher transparent nachvollziehbar sind. Denn der heutige Genießer ist auf der Suche… die  Sehnsucht und Tiefe des Geschmacks ist jetzt angesagt – ähnlich einem guten Wein oder Single Malt Whisky…

Edelschokolade  möchte nicht einfach „nur“ gegessen werden – nein, sie ist eine Diva(!) und fordert, mit allen Sinnen erkundet zu werden.
Schon beim Veredeln möchte sie beachtet werden: Lässt man sie im ungünstigen Augenblick aus den Augen, ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend. Widmet man sich ihr beim Herstellen mit voller Konzentration, öffnen sich im Anschluss ungeahnte Duft- und Geschmackserlebnisse.

Und zum Schluss zählt das Ergebnis (oder doch eher das Erlebnis)??
Sich dem schmelzenden „bitter-zarten“ Geschmack zu widmen, die gesamte Hektik und die Sorgen loslassen… die Vielfalt und Nuancen des Edelkakaos genießen: Dies könnte eine Botschaft der Kakaobohne sein!
PSP-SchokoladeSchon im Ursprungsland war die Kakaofrucht in der Geschichte die Speise der Götter und der großen Krieger – in Europa in der Vegangenheit zunächst eine „Medizin“ und was ist es für SIE heute?

Ihre Patricia Stähler

MPS